Kapitalmarktausblick - Ausgabe 02-2021

Mit dem weltweiten Start der Impfungen ist der Kampf gegen die Corona-Epidemie in eine neue Phase getreten. Während die Aktienmärkte von einem Rekord zum nächsten Rekord eilen, geraten die Anleihemärkte in Schwierigkeiten. Lesen Sie hierzu unseren Kapitalmarktausblick für das 2. Quartal 2021.

Kapitalmarktausblick für das zweite Quartal 2021

Nach einem fulminanten ersten Quartal 2021 für die globalen Aktienmärkte dürfte es im zweiten Quartal 2021 etwas holpriger werden. Die Aktienbewertungen sind zwischenzeitlich historisch hoch und daher sind vorübergehende Rückschläge zu erwarten. Für ein weiteres Investment in Aktien spricht allerdings, daß auch die Anleihe- und Immobilienmärkte extrem teuer bewertet sind. Es fehlt eine echte Anlagealternative.

Mittlerweile erheben immer mehr Banken in Deutschland Verwahrentgelte (Straf- oder Negativzins) und senken die Freibeträge für strafzinsfreie Kontoeinlagen immer weiter herab. Dies bringt Kapitalanleger und Firmen mit hohen Cash-Reserven unter Druck entsprechende Verwahrentgelt-Vermeidungsstrategien zu entwickeln. Gerade für Unternehmen gibt es derzeit wenig interessante risikolose Anlagealternativen, da die gut verzinsten Tages- und Festgeldalternativen überwiegend nur Privatpersonen zur Verfügung stehen. Ärgern auch Sie sich über die Belastung mit Strafzins für Ihre Cash-Reserven - sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne bei der Entwicklung Ihrer persönlichen Verwahrentgelt-Vermeidungsstrategie.

Das Cash-Management für die mittelfristige Liquidität rückt damit in den Focus. Nun geraten aber auch die Anleihemärkte unter Druck, da sich zukünftige Inflationspotentiale aufbauen. Die massive Ausweitung der Staatsverschuldung und billionenschwere Corona-Hilfspakete werden die Inflationsraten in den kommenden Monaten nach oben treiben. Die USA haben gerade Corona-Hilfen im Umfang von 1,9 Billionen USD verabschiedet - unter anderem Konsumschecks in Höhe von 1.400 USD für Millionen Amerikaner. Desweiteren sollen in den nächsten Jahren 2 Billionen USD in die marode Infrastruktur der USA investiert werden. Kritiker werfen dem US-Präsidenten vor, die US-Wirtschaft mit überdimensionierten Hilfsprogrammen zu überhitzen und damit klare Inflationspotentiale zu schaffen. Die US-Notenbank wiederum hat vorsorglich den Zielkorridor für die Inflation auf vorübergehend auch deutlich über 2 % p.a. erweitert. Die Kapitalmärkte preisen derzeit bereits eine Inflationserwartung von bis zu 3 % p.a. ein. Für die Anleihemärkte ist dies Gift, bedeuten doch steigende Renditen fallende Anleihekurse.

Mit einer Inflation in Höhe von bis zu 3 % p.a. kommen die Aktienmärkte besser als die Anleihemärkte zurecht. Die Hilfsprogramme der Regierungen stützen die Wirtschaft und liefern Impulse für die Nach-Corona-Zeit. Die hohe Bewertung von Technologieaktien und Growth-Aktien führte in diesem Jahr zu einem Revival des "Value-Investings". Viele substanzstarke unterbewertete Unternehmen der "Old Economy" sind in der Bewertung mittlerweile sehr günstig und bieten sich als Anlagealternative zu heißgelaufenen Modetiteln an.

Die Aktienmärkte werden daher wohl auch mittelfristig weiter steigen, da die relative Bewertung von Aktien gegenüber alternativen Anlageklassen noch vertretbar ist, extreme Überliquidität herrscht und weiterhin keine Anlagealternativen bestehen. Die wirtschaftlichen Folgen von Corona haben zu einer geringeren Kapazitätsauslastung der Unternehmen geführt, sodaß Erweiterungsinvestitionen auf der Unternehmensseite eher unterbleiben. In erfolgreichen Unternehmen wächst der Cash-Bestand unaufhörlich weiter an, während  unternehmerische Investitionsziele rarer werden. Die Zahl der Aktienrückkaufprogramme börsennotierter Unternehmen steigt unaufhörlich an. Die verwahrentgelt-gefährdete Anlageliquidität sucht Renditechancen. Die Aktienmärkte werden davon weiterhin profitieren.

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Quartalsbericht I-2021 - Honorarberatung Bodensee

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Kapitalmarktausblick – Ausgabe 02-2021